Rezension des Buches Ostwind von Michaela Böckmann

Ostwind - DDR Geschichte einmal anders


Buch Ostwind - DDR Geschichte von Michaela Böckmann
Das Buch:
Es gibt viele Bücher die sich mit der DDR Geschichte beschäftigen, viele Bücher über den Mauerfall, über die Stasi, über das Leben „auf der anderen Seite“. Ostwind von Michaela Böckmann ist auch ein solches Buch und doch kein solches Buch. Auch in Ostwind wird über die Menschen in der DDR berichtet, ihre Situation beschrieben, aber Ostwind ist kein Geschichtsbuch, es ist ein Geschichtenbuch. Authentisch und persönlich wird dem Leser mit Leichtigkeit und Witz neben dem ganz persönlichen Leben der Böckmanns in der DDR ein breiter Einblick in das Leben der ganz normalen Menschen gegeben. Es geht dabei nicht um Zahlen, nicht um harte Fakten und auch nicht um eine genaue Analyse der DDR Geschichte oder des Lebensstandards in der DDR, doch genau das macht das Buch so sympathisch. Leicht und locker ohne dass es einem langweilig wird, kann man das Leben der Böckmanns miterleben. Ein Leben für manche sehr vertraut und dennoch für viele immer noch so unverständlich oder bedrohlich. Es ist die Geschichte eines jungen Paares und ihrer Träume, über Siege und Niederlagen. Offen und ehrlich kann der Leser hinter die Kulissen des alltäglichen Lebens schauen und an den kleinen Wunderlichkeiten des Lebens teilhaben. Viele Bereiche werden angeschnitten von denen man sonst nichts erfährt. Die Autorin beschäftigt sich mit Siegen und Niederlagen und spricht über bittere Erkenntnisse. Zur Zeit arbeitet Michaela Böckmann an Teil 2 der sich mit der scheinbaren Weltoffenheit Berlins und die noch heute tief in den Menschen schwellenden Vorurteile und die Abneigung gegen Menschen die anders sind oder aussehen, auch in der eigenen Familie, auseinandersetzt. Ostwind ist eine Geschichte über die Menschen die ihr im Laufe der Jahre Begleiter, Freunde aber auch Widersacher wurden. Alles in allem ein schönes Büchlein das ganz nett zu lesen ist.


Buch Ostwind - DDR Geschichte von Michaela Böckmann Die Autorin Die Autorin Michaela Böckmann wurde 1960 in Ost-Berlin geboren. Von 1976-1978 machte sie eine Ausbildung zur Außenhandelskauffrau, mit anschließendem Studium an der Fachschule für Außenwirtschaft, welches sie aber nicht beendete. Von 1984 bis 1990 lebte sie mit ihrer Familie in Marxwalde, dem heutigen Neuhardenberg in Brandenburg. Das Leben an diesem Armeestandort stellte sie vor besondere Herausforderungen. 1990, mit den politischen Veränderungen und dem abzusehenden Ende des Standortes, ging sie mit der Familie wieder zurück in ihre alte Heimatstadt Berlin. Nach der Wiedervereinigung schlug sie sich mit Jobs, wie Hilfskraft in einer Apotheke, Fahrschulsekretärin und als kaufmännische Fachkraft in der KFZ -Branche durch. Bis sie endlich 1996 ihre berufliche Erfüllung in einem Tochterunternehmen eines großen Baukonzerns fand, wo sie zum Schluss in der kaufmännischen Geschäftsführung tätig war. 2004 dann mit der Diagnose „Parkinson“ ein schwerer Schicksalsschlag, der sie zwang ihr Leben völlig neu zu ordnen. Aufgrund der Krankheit ist sie seit 2006 EU - berentet. Heute lebt Michaela Böckmann im schönen Berlin-Karlshorst in einem Mehrgenerationen-Haus, mit ihren vier Enkelkindern, ihren drei Kindern, ihrer thailändischen Schwiegertochter, ihrer Mutter, ihrem Hund Herrn Lehmann und natürlich ihrem Ehemann, der seit fast 33 Jahren fest an ihrer Seite ist.




Weitere Begriffe:

DDR-Geschichte, Leben in der Deutsche Demokratische Republik (1949 - 1990),










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