Lysistrata

Bild von Aristophanes, dem Autor von Lysistrata Seit nunmehr acht Monaten probt einer der beiden Literaturkurse des Comenius – Gymnasiums unter der Leitung von Klaus Werfling für die Aufführung des Theaterstückes „Lysistrata“. Dieses von Aristophanes um 400 v. Chr. verfasste Drama wurde von Erich Fried übersetzt und erzählt die Geschichte eines Geschlechterkampfes im alten Griechenland. Die Intention dieses, zwischen den Männern und ihren Frauen entfachten Krieges, sind weder Reichtümer noch Landstriche. Vielmehr geht es um den von den Frauen ersehnten und von den Männern auf unbestimmte Zeit ausgesetzten Frieden.

Zur Vorgeschichte:

Schon sehr lange herrscht Krieg zwischen den Bewohnern Athens, Spartas und denen, der anderen Stadtstaaten Griechenlands. Ein Martyrium für die Frauen und Mädchen denen ihre Männer fehlen und deren Söhne als Soldaten eingezogen werden. Deshalb beschließen sie sich zu verbünden und unter der Führung Lysistratas (aus dem griech. auf Deutsch: die Heeresauflöserin), einer stark emanzipierten Athenerin, die Männer zum Frieden zu treiben. Um den Erfolg ihrer Mission zu sichern, bedienen sie sich einiger extraordinären sehr delikaten Mittel und ihrer weiblichen Reize. Der Widerstand der stolzen Männer bleibt nicht aus und so muss der Ratsherr der Athener mitsamt seiner Kumpanen und Mitstreiter einige Schikanen über sich ergehen lassen. Auf diese Weise entwickelt sich ein mit anzüglicher Komik versehener Konflikt zwischen Friedenskämpferinnen und den männlichen Kriegsfanatikern. Allerdings bleibt der ernste Hintergrund hinter der altgriechischen Komödie auch heute bestehen. Bezogen auf den Irak-Krieg sowie zahlreiche Bürgerkriege in Afrika scheint es, als ob viele Menschen noch immer nicht zur Vernunft gekommen sind. Die Schülerinnen und Schüler wollen daher auch an die Ernsthaftigkeit und die Aktualität des Themas erinnern. Zu diesem Zweck haben sie sich überlegt, ihre Interpretation in einer Mischung aus altgriechischem und modernem Kontext spielen zu lassen. Dieser und weitere Aspekte wurden in der anfänglichen Probenzeit Ende September eingehend diskutiert, wobei es nicht immer einfach war eine Lösung zu finden, mit der sich die ca. 20 Schüler und Lehrer Werfling einverstanden erklärten. Doch im Laufe der Zeit wurde sowohl auf Kostüm-, sowie Bühnenbild- und Interpretationsfragen eine Antwort gefunden und nun, zwei Wochen vor den Aufführungsterminen schauen die Schüler gespannt den zwei Aufführungen welche am Montag, den 10. Mai und am Dienstag den 11. Mai, jeweils um 19:30 stattfinden entgegen. Der Eintritt beträgt 6 € für Erwachsene und 4 € für Schüler/innen. Eintrittskarten werden von den Mitwirkenden in den Pausen an der Schule verkauft, und sind in der Stadt bei Deilmann und im Bücherwurm sowie an der Abendkasse erhältlich.

Max Nastula
5. Mai 2010

Akademie iik, Akademie für europäische Integration Interaktion und Kommunikation, Geschichte, Antike, Theater, Lysistrata von Aristophane