Kronenburg und die Adelsfamilien

Bild der Schloss Kronenburg Burgruine Spätestens seit Mitte des 13. Jahrhunderts ist Kronenburg Sitz einer adligen Familie. Das erste Mal wird Kroneburg im Jahre 1277 in Unterlagen der Abtei Stablo-Malmedy urkundlich genannt. Zu dieser Zeit war es im Besitz des Herrn Gerlach von Dollendorf und Kronenburg. Ein Jahr später, 1278, ist schon die Rede von einer Befestigung. Sicherlich hat die Burg jedoch schon früher bestanden.
Die einst so möchtigen Edelherren von Dollendorf und Kronenburg die politisch sehr flexibel jederzeit die Seiten und Herren wechselten verarmten allerdings. Gegen 1300 wurden die von Kronenburg in den Edelherrenstand erhoben. Aufgrund der Armut, um dem riskanten Spiel des Seitenwechsels zwischen Luxemburgern, Jülichern oder der Kölner Seite zu entgehen und aufgrund des enormen Machtzuwachses der Luxemburger schlug man sich in der Mitte des 14. Jahrhunderts auf Seiten der Luxemburger und erkannte ihre Lehenshoheit an. Der bekannteste und letzte Edelmann von Kronenburg, der Ritter Peter (1347-1414) schaffte es noch einmal die Macht der Kronburger auszudehnen und sanierte durch weises Handeln und vergleichsweise sparsames Leben die Burg und seine Kassen. Mit seinem Tod starben die Kronenburger aus. Bild aus dem Mittelalter von Burg, Dorf Kronenburg Zwar hatte Ritter Peter drei Ehen, er zeugte jedoch keinen Stammhalter. Zwar wechselten die Burg und das Dorf im laufe der Zeit oftmals ihren Besitzer, bis zur Eingliederung der Eifel in die französische Republik im Jahre 1795, blieben jedoch die Luxemburger die entschiedene Macht in Kronenburg. Sie übten die Landes- und Lehenshoheit aus und entschieden wer das Land bewirtschaften durfte. So erlangten die Grafen von Virneburg, Schleiden, Gerolstein, Königsegg-Rothenfels und Blankenheim die Macht in Kronenburg. Das Dorf wurde daher von ständig wechselnden Eigentümern mit einer Armee von Beamten verwaltet, was zu einem stetigen Bedeutungsverlust führte. Einzig der Profit den die Eisenindustrie und die Steuern erbrachten, war noch von Interesse. Im Zuge der französischen Revolution und den Revolutionskriegen wurde der Adelsbesitz verstaatlicht. Nach dieser Verstaatlichung erwarb 1809 ein ehemaliger Verwalter des Grafen von Manderscheid-Blankenheim die schon zur Ruine verkommene Burg. Die Zivilbevölkerung hatte sie jahrelang als Steinbruch missbraucht und sollte dies auch in der Folgezeit wieder tun. Heute ist die Ruine im Besitz des Kreis Euskirchen und bietet den Besuchern exzellente Freizeitangebote. Mehr dazu im Artikel Kronenburg in der Neuzeit



geschrieben von: Max Nastula